Der Zauber des Südens

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Marseille ist in diesem Jahr europäische Kulturhauptstadt und gibt sich alle Mühe, seinen Status als Mittelmeer-Metropole zu unterstreichen, zugleich aber auch die gesamte, südliche Provence nicht zu vergessen. So ist Aix-en-Provence eine wichtige Partnerstadt des Projekts „MP2013“ und profitiert von den vielen tausend Kulturbegeisterten, die zusätzlich in die Museen und zu den Veranstaltungen strömen.

„Le Grand Atelier du Midi“ nennt sich eine Doppelausstellung, die gerade parallel in Aix und Marseille stattfindet. Es geht um Cézanne, Picasso, van Gogh und viele andere Künstler, für den die Côte d’Azur und der westlichere Teil der Küste bis zur spanischen Grenze im 20. Jahrhundert wie eine riesiges Freiluft-Atelier gewirkt haben. Der Süden zieht alle magisch an, vor allem das Licht.

In Aix ist es das Musée Granet, das die Ausstellung beherbergt: „Von Cézanne bis Matisse“ lautet hier der Schwerpunkt. (In Marseille ist es „Von Van Gogh bis Bonnard“). Und was soll ich sagen? Ein Besuch lohnt sich unbedingt! Wer die Farben des Mittelmeers liebt, der findet hier einen Querschnitt durch das Werk verschiedenster Künstler, sicher immer nur Schlaglichter, aber im Gesamten vermittelt sich ein Eindruck, wie viel Inspiration Picasso & Co aus der Landschaft und dem Leben an der Côte d’Azur gezogen haben.

Überhaupt Picasso: Vor seinen Bildern (vor allem vor der farbenfrohen „L’Arlésienne“ alias Lee Miller) knubbeln sich natürlich die Besucher, wobei es schon so viele Museen in Südfrankreich gibt, die sich seinen noch viel ausführlicher Werken widmen, aber der Zauber ist ungebrochen.

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Mir hat besonders eine überdimensionale „Landkarte“ gefallen, auf der festgehalten war, welcher Künstler wann und in welchem Ort tätig war. Aus der Tafel konnte man anhand der Auflistungen ableiten, welche Orte die Künstler vor allem fasziniert haben und wo sich das Schaffen „konzentrierte“, z.B. in Collioure im Languedoc, wo scheinbar alle großen Namen des 20. Jahrhunderts, allen voran Matisse, irgendwann mal gewirkt haben.

Für einen Besuch würde ich den Vormittag empfehlen, unter der Woche. Da sind die Schlangen noch nicht so lang, bzw. gibt es eigentlich gar keine. Auch die Ausstellungsräume sind dann noch nicht übervölkert. Tickets (ca. 11 Euro) kann man im Internet vorreservieren oder muss man im eigens eingerichteten Ticket Office abholen, ca. 200 Meter Fußweg vom Museum. Presseausweise (für meine Kollegen) werden akzeptiert!

Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. Oktober 2013, täglich 9-19 (do 12-23h).

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